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24 Juni, 2010

 

Balinesen
thailand
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Die Balinesen oder auch Balikatze entspricht in allem, ausser der Fellänge, der Siam. Sie ist die langhaarige Variante der Siam, bedingt durch ein rezessives Gen, das durch die Fremdeinkreuzung anderer Rasse  in die Kurzhaarvariante eingedrungen ist. Die erste Katze dieser Rasse wurde auf einer Katzenshow im Oktober 1928 als “Siam longhaired” gezeigt.

In den Siamzuchten der USA traten in mehreren Würfen halblanghaarige Tiere auf, die von den Züchtern als Mutationen verstossen wurden. Mitte der 50er Jahre griffen einige Züchter diese Tiere auf und begannen daraus gezielt eine eigene Rasse zu züchten. Die Balinese ist darum in ihrer Abstammung nicht von der Siam zu trennen und darum sei erst einmal auf die Entwicklungsgeschichte der Ursprungskatze, der Siam hingewiesen.

Siamkatzen sind die älteste von Menschenhand veredelte Katzenrasse. Bereits 1871 wird auf der 1. Katzenausstellung im Londoner Crystal Palace von “unnatürlichen Katzen” berichtet und alles deutet daraufhin, dass es sich um Siamkatzen gehandelt hat. Als authentisch gilt, dass der britische General in Bangkok Pho und Mia im Jahre 1884 nach England brachte und deren Nachkommen ein Jahr später in London auf der jährlichen Ausstellung im Crystal Palace gezeigt wurden. Von da an machte die Rasse eine unvergleichliche Entwicklung durch.

1892 wurde ein erster Standard für die “Royale Cat of Siam” in der Farbe seal-point erstellt, während die dunkle Färbung mit chocolate benannt wurde, vergleichbar mit der heutigen Tonkanesenfarbe. In seinem Gründungsjahr 1920 überarbeite der britische “Siamese Cat Club”, der lange Zeit zu den grössten Spezialclubs der Welt gehörte, den Standard. In der Folgezeit wurde der Standard wiederholt verändert oder ergänzt. Die Anerkennung der blue-point erfolgte 1936, der chocolate-point 1950, die lilac-point 1960, red-,cream- und seal-tabby-point erfolgte Mitte der 60er Jahre.

Ende des 19. Jahrhunderts gelangten Siamkatzen aus Thailand und England nach Amerika. Der 1909 gegründete “Siamese Cat Society of America” erstellte 1914 einen eigenen Standard. Alle Katzen, die eine andere Farbe als die 4 anerkannten reinerbigen Grundfarben haben, werden als coulorpoint Kurzhaar eingestuft.

In Russland sind datierte Spuren schon um 1793 und 1794 zu finden.

Die ersten Siam in Deutschland wurden 1927 registriert. Die damaligen anerkannten Farben waren rahm-, sahne- oder rehfarben. Bei diesen ersten Zuchtbucheintragungen wurde u.a. vermerkt, ob die Katzen schielten, einen langen, einen Knoten- oder Stummelschwanz hatten, früher relativ weit verbreitet. Dies verlieh der exotischen, grazilen Rasse noch mehr fantasievollere Erzählungen für diese Charakteristika der Rasse. So wird z.B. berichtet, dass eine Siamesische Prinzessinnen vor dem Baden ihre kostbaren Ringe ablegte und sie über die Schwänze ihrer Katzen schoben. Der Knick im Schwanz habe dafür gesorgt, dass die Schmuckstücke nicht herunterfielen.

Der Idealtyp der Siamkatze hat sich stark verändert. In der Anfangszeit war die Siam eine mittelgrosse Katze von robustem, aber elegantem Typ, einer eher rundlichen Statur, der heutigen Korat oder Burma ähnlicher. Und ab hier unterscheiden sich der alte Typ “ Old Style Siamese” mit den neuen Rassenamen “Thai” von der modernen Siam.

Zur Typverbesserung der Balinesin können Siam eingekreuzt werden, es ist nach wie vor erlaubt, um den Genpool zu vergrössern, aber umgekehrt sollte nicht experimentiert werden, da man nach mehreren Verpaarungen untereinander die “variant” nicht mehr herausfinden kann.

Die Balinesin ist die langhaarige Variante der Siam, deshalb gilt für sie der gleiche Standard wie für die Siamesen.

Line

Rassestandard

- Typ : superschlank, sehr hochbeinig mit dünnen Gliedmassen und dünnem Schwanz, mittelgross, lang, geschmeidig, elegant gut proportioniert.

- Hals : lang und schlank

- Beine : lang, dünn, grazil, in guter Proportion zum Körper, Hinterbeine etwas höher als Vorderbeine

- Pfoten : fest, klein und oval

- Schwanz : lang, dünn an der Basis, peitschenartig zugespitzt, wirkt durch die langen Haare fedrig

- Kopf : mittlere Grösse, lang, gut proportioniert, mit einem Keil der mit perfekten geraden Linien an der Nasenspitze anfängt und sich bis zur Spitze der Ohren hin verbreitert. Pinch gilt als Fehler.

- Profil : lange gerade Nase, die ohne Stop im Ansatz in eine flache, leicht konvexe Stirn übergeht

- Kinn und Schnauze : Nasenspiegel und Kinn bilden eine vertikale Linie, die Schnauze ist fein mit ausgeprägten Kiefern

- Augen : deutlich schräg gestellt ( orientalisch ), weit auseinander stehend, mittelgross, mandelförmig

- Augenfarbe : klar, rein, tiefes strahlendes blau. Schielen führt zur Disqualifikation

- Ohren : gross, breit an der Basis, aufrecht, zugespitzt, die Keilform des Kopfes oben fortsetzend

- Fell : feines Seidenhaar, Schultern, Hals und Rücken kürzer, Flanken und Seiten länger, kaum Unterwolle

Allgemeiner Standard zu den Points :

Die Points werden geformt durch Masken an Ohren, Pfoten und Schwanz. Der Rest vom Körper ist bei der perfekten Katze weiss. Weisse Haare in den Pionts sind nicht gestattet. Eine Maske bedeckt das Gesicht, sie ist rautenförmig. Die obere Spitze weist in Richtung zwischen die Ohren, die untere Spitze unter das Kinn. Die Spitzen liegen alle unter den Ohren. Zwischen den den Ohren soll ein weissen Band vorhanden sein. Bei der erwachsenen Katze sollen alle Points gleich stark gefärbt sein, ausgenommen die Nase, die dunkler gefärbt ist. Alle Haare sind bis auf die Haut durchgefärbt. Nasenspiegel und Fusssohlen müssen gleichmässig in Übereinstimmung mit der Pointfarbe ausgefärbt sein.

- Varietäten : folgende Farben sind anerkannt : seal-point, blue-point, chocolate-point, lilac-point, cinnamon-point, fawn-point mit ihren tortie-Varianten, red-point, creme-point zusammen mit ihren tabby-, silber-Varianten, alle Farben auch mit Weissanteil und foreign white

- Fehler : Schielen oder Silberblick, zu kleine Augen, weisse Zehen, weisse Flecken, Bauch- und Flankenflecken, Stichelhaare in der Pointfarbe, Geisterzeichnung, mangelnder Kontrast zwischen Point- und Körperfarbe, Knoten oder Knick am Schwanzende, vorstehendes Ende des Sternums, fliehendes Kinn oder massives Kinn, andere Augenfarbe als blau

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