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Über den Tod
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Letztes Update

24 Juni, 2010

 

Am 31.08.2004 war der erste Todestag von unserem Hund Nico. Leider ist dieser Tag auch der Geburtstag meines Mannes. Wir haben durch unsere Arbeit den ganzen Tag keinen Gedanken an den Tod von Nico verloren. Als wir dann aber im Bett lagen übermannte uns die Trauer über Nico. Wir sind noch einmal aufgestanden und haben Teelichter angezündet. Uns Beiden ging es dann besser, denn mit der Kerze wollten wir Nico zeigen, dass wir an ihn denken und er nicht vergessen ist. Nico ist von einem Bus überfahren worden. Er verstarb noch an der Unfallstelle, er war ganz allein. Er war gerade 18 Monate alt.

3 Monate nach Nicos Tod, mussten wir Remmington von seinem Leiden erlösen lassen. Er hatte sehr schwere seelische Probleme, von denen er leider nicht befreit werden konnte.

Ich habe seit dem Tod beider Tier sehr viel über das Thema “Tod” und “Einschläfern” nachgedacht. In einer Ausgabe der Zeitschrift Our Cats stand ein Bericht über diese Thema. Ich möchte ihn hier zum Teil wiedergeben.

>> “Einschläfern”

Ein Wort mit schwerer, nie mehr rückgängig zu machender Bedeutung. Und dennoch kann es Erlösung von unvorstellbaren Schmerzen und Qualen, von irreparablen Leiden, die eine schwer Kranke oder verletzte Katze aushalten muss. Die Katze weiss nicht um den Tod; denn sie lebt im Heute, für den Augenblick, aber sie hat Angst vor entsetzlichen Schmerzen.

Für den Katzenhalter beginnt die Gratwanderung der Entscheidung. Der behandelnde Tierarzt gab ohnehin sein Bestes, und er wird dem Katzenhalter klar sagen, wann ein Weiterleben für die Katze nur noch ein künstliches Hinhalten für einige Tage wäre, für das Tier mit Qualen verbunden.

Die Gedanken des Katzenfreundes jagen. Einen zweiten Tierarzt zuziehen? Gibt es noch eine Chance für das Tier? Einschläfern lassen - ist es nicht vielleicht zu früh? Sich dann lebenslang genau diese Vorwürfe machen zu müssen?

Wenn der Katzenhalter verzweifelt nach einer Lösung sucht, sollte er getrost einen zweiten Tierarzt um seine Meinung bitten. Allerdings sollte dieser Dann einen Hausbesuch machen. Der Katze ( dem Tier allgemein ) erneut Transporte, Wartezimmer usw. zuzumuten, das sollte man ihr (ihnen) nicht antun. <<

>> “Seiner Katze zu liebe”

Wenn die Katze in der Tierarztpraxis von allen Qualen erlöst wird, sollte der Besitzer dabei bleiben. Zum einen beruhigt es das Tier, die Nähe seines Menschen zu spüren, zum anderen den Katzenfreund. Er erlebt mit, dass sein Tier nicht leidet und sanft einschläft.

Wenn es machbar ist, sollte man seinem Tier die Gnade erweisen, es zu Hause -  sanft, ohne Stress und in der gewohnten Umgebung - einschläfern zu lassen. Mit dem Tierarzt müssen alle erforderlichen Absprachen getroffen werden Die Katze wird zuerst in Narkose gelegt, dann erfolgt die letzte Injektion.<<

Quelle Our Cats

Auch wir haben uns all die üblichen Fragen gestellt. Tun wir wirklich das Richtige ??

Wir sind der Überzeugung das Richtige getan zu haben und zum Besten für unseren Kater gehandelt zu haben. Remmington wäre nie wieder richtig Gesund geworden. Man hätte seinen Tod vielleicht noch ein paar Wochen aufschieben können, doch dann hätte er vielleicht eines morgens Tod auf seinem Schlafplatz gelegen. Er hat sich gequält und wir wollten ihm einen längeren Leidensweg ersparen. Wir haben Nico an einem sehr schönen Platz im Grünen begraben. Remmington haben wir daneben gelegt, damit der Eine ohne den Anderen nicht allein ist.

Heutzutage hat man nun schon die Möglichkeit sein geliebtes Tier auf Tierfriedhöfen zu bestatten. Ich wollte das nicht, denn ich kann auch so jeden Tag meine geliebten Tiere besuchen, wo sie nun Ruhen. Vergessen werde ich sie nie, denn durch die Anwesenheit meiner anderen Katzen, werde ich immer an Remmington und somit auch an Nico erinnert.

Mir sagte mal jemand, dass niemand gestorben ist, wenn man noch an ihn denkt. Sie leben im Herzen weiter.

Es hat am Anfang sehr weh getan und wir haben viel geweint. Ich weine auch heute noch, wenn mir danach ist. Es zeigt, dass die Trauer noch lange nicht abgeschlossen ist. Aber es hilft mir sehr. Ich habe lange gebraucht mich mit dem Tod von gerade von Nico abzufinden. Ich wollte auch nach Nicos Tod nie wieder einen weiteren Hund haben. Es wäre mir wie ein Verrat an Nico vorgekommen, wenn wir sofort wieder einen Hund angeschafft hätten. Doch nach 6 Wochen hat es mir so sehr gefehlt, dass ich von selbst nach einem neuen Hund Ausschau gehalten. Wir haben uns bewusst für eine andere Rasse entschieden, die mit meinem Nico nichts gemein hatte. Darüber bin ich auch heute sehr froh, denn man kommt unweigerlich dazu den neuen Hund mit dem Alten zu vergleichen. Beide Hunde sind sehr unterschiedlich. Daran kann man aber sehen, dass kein Wesen wie das Andere ist. Und das ist gut so!

Auch von der Rasse Türkisch Angora hatte ich die Nase voll. Ich wollte nie wieder damit zu tun haben. Doch es hat mich fast magisch angezogen. Heute habe ich eine eigene, kleine Hobbyzucht und ich bin froh darüber. In jeder Katze sehe ich ein bisschen von Remmington. Klar, manchmal ist das nicht einfach, aber was ist in der heutigen Zeit schon einfach ?? Ich bin froh und stolz darauf, dass Nico und Remmington ihr Leben mit uns geteilt haben. Auch wenn dies nur für kurze Zeit gewesen ist.

Wir vermissen euch Beide sehr, und das wird sich auch nie ändern.

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